NaNoWriMo 2015

Posted by on Dez 2, 2015 in NaNoWriMo | One Comment
NaNoWriMo 2015

NaNo was?

NaNoWriMo ist die Abkürzung von „National Novel Writing Month“ und, wie sollte es anders sein, eine amerikanische Erfindung. Vor einigen Jahren saßen ein paar junge Amerikaner zusammen und überlegten, ob es wohl möglich sein würde innerhalb von 30 Tagen, also in einem Monat, einen ganzen Roman zu schreiben. Aus dieser, zunächst wohl nicht ganz ernst gemeinten, Idee hat sich im Laufe der Jahre eine ganze Bewegung entwickelt.

Jedes Jahr im November verabreden sich Schriftsteller und vor allem solche, die es werden wollen, zum gemeinsamen Schreiben. Das Ziel ist, innerhalb von 30 Tagen, vom 01. bis zum 30. November, mindestens 50.000 Wörter zu schreiben, also 1.666 Wörter pro Tag. Das ergibt zum Schluss ungefähr 200 Buchseiten und reicht in aller Regel nicht ganz für einen ganzen Roman, ist aber schon mal ein ziemlich guter Anfang.

Das gemeinsame Schreiben funktioniert virtuell. Man registriert sich auf der NaNoWriMo-Seite und kann so mit anderen Schreibenden in Kontakt treten. Jeden Tag gibt man auf der Seite ein, wie viel man geschrieben hat und, wenn man fleissig war und durchgehalten hat, gehört man am Ende zu den „Gewinnern“ und kann sich ein klein wenig stolz auf die Schulter klopfen.

Um es kurz zu machen: Ich habe es geschafft und lag sogar ein wenig über den geforderten 50.000 Wörtern – am 30. November 2015 konnte ich auf 56.087 geschriebene Wörter zurückblicken und war ziemlich erstaunt über mich selbst.

Warum ich das gemacht habe?

Ganz einfach: Der größte Feind eines jeden Schreibenden ist die Aufschieberitis. Wohl der größte Feind eines jeden Menschen, der etwas schaffen möchte, ganz besonders, wenn es um kreative Arbeit geht. Das ist ein Grund, warum so viele Bücher nie geschrieben werden und stattdessen als ewiger Wunsch oder Plan in die Geschichte eingehen. Der NaNoWriMo hilft da ungemein durch einen gewissen Gruppenzwang. Schließlich möchte man sich ja nicht blamieren vor seinen Kollegen. Wobei es natürlich auch kein Beinbruch ist, wenn man es nicht oder nicht ganz schafft. Aber der Großteil der Teilnehmer fängt zumindest schon mal an und das ist in vielen Fällen „die halbe Miete“.

Ich habe also den Oktober damit zugebracht, meinen Roman zu planen und mich ab dem 01. November (erfreulicherweise in Deutschland ja ein Feiertag) hingesetzt und mit dem Schreiben begonnen. Das führt außerdem dazu, dass die Teilnehmer sich an eine gewisse Disziplin gewöhnen, was ebenfalls enorm hilfreich ist. Denn eine jede Reise beginnt nicht nur mit dem ersten Schritt, sie führt auch nur an das gewünschte Ziel, wenn man nach dem ersten einen weiteren Schritt tut und dann noch einen und noch einen und noch einen …

Ich für mich kann nur sagen, dass mich die Teilnahme am NaNoWriMo enorm vorwärts gebracht hat, auch wenn mein Kriminalroman damit noch längst nicht fertig gewesen ist. Aber ein gewaltiges Stück war schon mal erledigt und das ist ein großer Motivationsschub. Außerdem habe ich den Austausch mit anderen Schreibenden sehr genossen.

Und so kann ich jetzt beschwingt und beflügelt weiter schreiben, auch wenn das, was ich da in meinen PC hacke erst mal nur der Rohentwurf ist und dann in Folge noch eine ganze Menge Überarbeitung benötigen wird.

1 Comment

  1. Liz Freitag – Krimiautorin » Das neue Buch
    22. September 2016

    […] alles geregelt bekommt. Bei mir scheint es irgendwie genau anders herum zu laufen. Während des NaNoWriMo im vergangenen Jahr, hatte ich keine Schwierigkeiten innerhalb von 30 Tagen mehr als 50.000 Wörter […]

    Reply

Leave a Reply